Buchhaim – Die Stadt der Träumenden Bücher
Buchhaim ist eine riesige, labyrinthische Stadt in Zamonien, in der alles von Literatur durchdrungen ist. Sie besteht aus zahllosen Bibliotheken, Antiquariaten, Verlagen und Druckereien. Die Gebäude ragen wie aufgeklappte Bücher in den Himmel, ihre Fassaden sind mit Schriftzeichen bedeckt, aus Fenstern weht Tintenstaub. Die Straßen sind verwinkelt, oft nebelverhangen und durchzogen vom Rascheln uralter Seiten. In Buchhaim dreht sich alles um das geschriebene Wort. Magische Bücher flüstern auf den Regalen, Manuskripte fliegen wie Vögel durch die Luft, und Buchlinge – kleine, kluge Kreaturen – durchstreifen die Gassen auf der Suche nach Geschichten. Händler feilschen um Erstausgaben, Literaturkritiker duellieren sich mit Worten, und überall spürt man das Flüstern vergangener Genies. Doch die größte Macht verbirgt sich unter der Stadt: Die Katakomben von Buchhaim, ein unermessliches, unterirdisches Reich aus vergessenen Bibliotheken, Fallen, Monstern und lebenden Büchern. Dort unten hausen Tintenwesen, Bücherjäger und gefährliche Kreaturen. Nur Mutige oder Wahnsinnige wagen sich in diese dunkle Welt – auf der Suche nach dem perfekten Buch, verbotenen Texten oder dem Orm selbst. Das Orm ist eine geheimnisvolle Energie, die nur wenigen Auserwählten zuteilwird. Es verleiht literarische Erleuchtung, kann aber auch in den Wahnsinn treiben. Wer vom Orm berührt wird, schreibt Geschichte – oder wird von ihr verschlungen. In Buchhaim ist nichts sicher, nichts eindeutig. Die Grenze zwischen Realität und Erzählung verwischt. Geschichten erwachen zum Leben, Bücher besitzen einen eigenen Willen, und wer ein Buch aufschlägt, könnte im schlimmsten Fall sogar vergiftet werden.
